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Everydaywine
 


Genießen muss nicht zwangsläufig teuer sein. Deshalb ist es auch nicht wirklich etwas Besonderes, jeden Tag guten Wein zu trinken - den gibt es in Italien nämlich schon zwischen drei und sechs Euro.

Denn wahre Weinkenner wissen: Ein ordentlicher Charakterwein definiert sich nicht durch den Preis. 

Ein teures Tröpfchen kann in Wirklichkeit ein ordinärer Fusel sein. Es gibt Winzer, die es schaffen mit einer ausgeklügelten Marketingstrategie, moderner Kellertechnik und nicht zuletzt dem Hofieren der so genannten Fachpresse, einen 08/15-Wein so zu pushen, dass er letztlich das Zehnfache kostet.

 
Und: Letztlich bestimmt nur der Endverbraucher, wem er sich ausliefert. 

 

Der Weinkonsum in Deutschland wird nur 20% vom Fachhandel abgedeckt, den Rest teilen sich Discounter und Franchiseketten. Und die wissen, wie man Geld verdient. Als Endkunde zahlt man dort immer zuviel - und das für x-beliebige Massenware.

Einen terroirbezogen richtigen Tropfen bekommt man dort in jedem Fall nicht geboten. Wohl auch deshalb, schießen die Etikettentrinker wie Pilze aus dem Boden, um sich daran aufzugeilen, was sie schon alles Tolles zu sich genommen haben. Wein-Genuss geht anders.

Ich will mit diesem Dreizeiler nicht die Welt retten, aber mir ist aufgefallen, dass in der Vergangenheit der gesunde Menschenverstand immer mehr verloren gegangen ist. Mir ist auch bewusst dass man sich nicht jeglicher Volksverblödung entziehen kann, aber wenn es um Essen und Trinken geht, sollte man schon darauf achten, was man zu sich nimmt.

 

Weil du bist immer noch was du isst!